Bewässerung – So finden Sie das richtige Maß

Allgemein

Besonders schwierig zu beschreiben ist die richtige Wassergabe der Rosen. Eine Definition von viel und wenig Wasser ist schwer in Relation zu bringen, wenn man nicht nur das Erdvolumen, sondern auch deren Beschaffenheit sowie den Standort zu berücksichtigen hat.

Hier ist der „Grüne Daumen“ gefragt. Doch keine Angst derer die glauben diesen Grünen Daumen nicht zu besitzen. Mit einer Fingerprobe kann selbst der gärtnerische Laie bestimmen, ob die Erde trocken, feucht oder sogar zu nass ist. Dazu fühlt man einfach mit dem Zeigefinger ca. 4-5 cm in die Erde und bestimmt deren Zustand. Hier sollte man sich aber auf keinen Fall von der Beschaffenheit der oberen zwei Zentimeter in die Irre führen lassen.

Ideal ist ein feuchter Zustand, den gilt es zu erhalten. Alle Wassergaben sind mit Augenmaß daran zu orientieren. Als Maßstab dafür kann man nehmen, dass bei größerer Sonneneinstrahlung und windig bis stürmischen Wetterverhältnisse die Wassergabe größer sein muss als bei dunklem, feuchtem und windstillem Wetter. Auch der Pflanzenhabitus und damit insbesondere die Belaubung, die sich im Laufe der Jahreszeit verändert, spielen eine bedeutsame Rolle. Im Herbst, wenn die Rose schon die ersten Blätter verloren hat, kann man meist ganz auf eine Wassergabe verzichten. Trotzdem, ein völliges austrocknen der Erde muss verhindert werden.Die Häufigkeit der Wässerung richtet sich nach der Bodenbeschaffenheit. Ein lockerer, sandinger Boden muss öfter gewässert werden als ein feuchter, lehmiger.

Grundsätzlich kann man sagen, „Ist die Wurzel aktiv und gesund, ist das die beste Vorraussetzung für eine starke Pflanze“. Die Wurzel ist für die Gesundheit der Rose von existenzieller Bedeutung. Viele Krankheiten werden begünstigt, wenn die Wurzeln kränkeln. So können viele Pflanzenschutzmaßnahmen überflüssig werden, wenn die Wasserversorgung und Nährstoffversorgung optimal ist (dazu mehr unter Düngen). Man kann dies mit einer vorbeugenden ganzheitlichen Gesundheits-Behandlung beim Menschen vergleichen.

Gießen

Rosen sind Tiefwurzler. Das heißt, ihre Wurzeln dringen tief in den Boden und die Pflanze ist in der Lage, sich mit ausreichend Wasser zu versorgen. Eine zusätzliche Bewässerung ist allerdings dennoch in einigen Fällen notwending. Zunächst einmal muss jede Rose, wenn sie frisch gepflanzt wurde, regelmäßig gewässert werden, denn die Rose hat noch keine tiefen Wurzeln, die sie mit ausreichend Wasser versorgen.

Außerdem benötigt die Pflanze bei langen Trockenzeiten oder an trockenen Standorten eine zusätzliche Wässerung.

Generell sollten Sie nur den Boden wässern, und nicht über die Blätter und Blüten gießen.

Am Sinnvollsten ist es, Rosen in den frühen Morgenstunden zu gießen. Gerade im Sommer ist die Wahrscheinlichkeit dann nicht so groß, dass es zu Verbrennungen an der Pflanze kommt, da die Blätter noch nicht so stark von der Sonne aufgeheizt wurden.

 

Wasserführung

 

Bei der richtigen Bewässerung ist es außerdem wichtig, dass das Wasser auch dort ankommt, wo es hinsoll, nämlich bei den Wurzeln, die tief in der Erde liegen. Das erreicht man am Besten, indem das Wasser langsam im Boden versickern kann, beispielsweise indem sie eine Tröpfchenbewässerung haben,

 

den Schlauch mit geringem Wasserdruck ins Beet hineinlegen oder auch mit der Gießkanne und ein wenig Geduld, die Rose behutsam wässern.

Diese Art der Bewässerung ermöglicht der Pflanze, tief in der Erde starke Wurzeln auszubilden, wodurch sie widerstandsfähiger gegenüber Trockenheit wird.

Ein häufiger und besonders schwerwiegender Fehler ist ein zu nass gehaltenes Pflanzgefäß oder Beet mit Staunässe. Man sollte immer darauf achten, dass eventuell zu viel gegebenes Wasser nach unten abfließen kann und sich nicht am Boden des Gefäßes bzw. im Beet sammelt. Dort ist meist das stärkste Wurzelwachstum und je mehr Staunässe sich dort befindet, desto weniger Luft bekommt die Wurzel dort um sich gesund zu entwickeln und zu leben.