Die Rose – Botanik und Aufbau

1. Blüte
Die Blüten einer Rose können sehr unterschiedlich aussehen – von ungefüllt bis gefüllt, mit und ohne Duft, in den verschiedensten Farben.

2. Hagebutte
Die Hagebutte ist die Samenkapsel der Rose und entwickelt sich aus der Blüte heraus, nachdem diese verblüht ist.

3. KNOSPE
Die Knospe ist das erste Entwicklungsstadium einer Blüte. Wenn sich die Knospe entfaltet, kommen die Blütenblätter zum Vorschein.

4. STACHEL

Ein Stachel ist der zugespitzte Vorsprung am Trieb. Bei Rosen wird oft der Begriff „Dornen“ verwendet, der allerdings botanisch gesehen falsch ist.

5. AUGE (TRIEBKNOSPE)
Das Auge einer Rose verbirgt sich in der Blattachsel genau an der Stelle, an der das Fiederblatt herauswächst, und enthält alle genetischen Informationen der Rose.

6. BLINDTRIEB (OHNE KNOSPE)
Darunter versteht man einen Trieb, bei dem sich die Spitze nicht zu einer Blüte oder einem Trieb entwickelt.

7. FIEDERBLATT
Unter einem Fiederblatt versteht man ein Blatt, das sich aus mehreren kleinen Einzelblättchen zusammensetzt, die von einem gemeinsamen Blattstil getragen werden. Je nach Sorte kann sich ein Fiederblatt in drei, fünf oder sieben Einzelblätter unterteilen. Es gibt auch Wildarten, die noch mehr Einzelblätter aufweisen. Der Mythos, dass ein siebenblättriges Fiederblatt immer ein Wildtrieb ist hält sich hartnäckig, ist aber nicht richtig.

8. SEITENTRIEB
Zum Seitentrieb zählen alle seitlich ausladenen Zweige die ab und zu durch einen Schönheitsschnitt gekürzt werden können.

9. WILDTRIEB
Ab und zu entspringen der Rose unterhalb der Veredlungsstelle die sogenannten Wildtriebe. Zum Entfernen sollten diese möglichst an ihrem Ursprung abgeschnitten oder gestochen werden. Wenn nötig muss man hier sogar bis unter die Erdoberfläche gehen.

10. HAUPTTRIEB
Der Haupttrieb ist der stärkste Trieb der Rose aus dem die Seitentriebe entspringen.

11. VEREDELUNGSSTELLE
Die Veredelungsstelle ist der Teil der Rose, an dem das Auge einer fremden Sorte in eine Wildrose eingefügt wurde.
Dieses besondere Verfahren nennt man unter Fachleuten auch Okulation. Die Veredelungsstelle sollte nach der Pflanzung immer circa 5 cm unter der Erdoberfläche liegen und im Winter nochmal durch spezielle Anhäufelung geschützt werden.

12. WURZELHALS
Der Wurzelhals ist der oberste Teil der Wurzel, an dessen oberen Ende aus der Veredlunststelle die Haupttriebe herauswachsen. Er sollte stets mit Erde bedeckt sein.

13. HAUPTWURZEL
Die Hauptwurzel ist die stärkste Wurzel und gibt der Rose Halt und Stabilität.

14. FEINWURZEL
Die feinen, zarten Wurzeln bilden ein sehr verzweigtes Geflecht im Boden.